
Viele Stimmen gab es in den letzten Jahren zum Gewerbegebiet:
„Wo soll das denn liegen?“
„Das Gewerbegebiet kommt ja eh nicht!“
„Das ist doch gar nicht mehr zeitgemäß!“
„Da geht ja nichts voran.“
„Wem gehören denn die Grundstücke dort?“
…
Seit dem 17.12.2025 ist klar:
Die Planungen für das Gewerbegebiet sind abgeschlossen
Der im Dezember vom Marktgemeinderat gebilligte Bebauungsplan ist seit dem 15.01.2026 öffentlich zugänglich:
https://www.randersacker.de/de/rathaus/buergerservice/bauleitplaene-2-2
Unter diesem Link finden Sie vom 26. Januar 2026 bis 27. Februar 2026:
- die Planzeichnung
- den Textteil mit Begründung
- den umfangreichen Umweltbericht mit Anlagen
- weitere ergänzende Unterlagen
In dieser Zeit können auch Stellungnahmen abgegeben werden. Als einzige Fraktion haben die GRÜNEN – für niemanden überraschend – gegen diesen Bebauungsplan gestimmt. Der Abstimmung im Dezember ging bei der gleichen Sitzung die erstmalige Befassung des erst bis dahin fertiggestellten und sehr umfangreichen Umweltberichts voraus. Die Diskussion rund um die Abstimmung ist in der Niederschrift unter TOP 2 nachzulesen, die im Amtsblatt des Marktgemeinderats Nr. 04/05 veröffentlicht wurde.
Sind wir bereit, derart in das Landschaftsbild unseres Maintals einzugreifen?
Wir GRÜNEN im Ortsverband Randersacker/Lindelbach verstehen, dass ein Gewerbegebiet Begehrlichkeiten weckt: Grundstücke steigen in ihrem Wert und es winken scheinbar hohe Gewerbesteuereinnahmen. Doch wir tun das ohne finanzielle Not. Randersacker wurde in den letzten Jahren auch ohne Gewerbegebiet schuldenfrei und es gäbe auch perspektivisch andere Wege, Einnahmen zu generieren oder Ausgaben zu senken.
Denn wir sehen auch, dass wir eine Fläche versiegeln, die wir so notwendig für unseren Hochwasserschutz brauchen. Wir greifen in das Maintal ein, wie es noch keine Generation vor uns getan hat und verändern unwiederbringlich das Bild unserer Landschaft. Wer künftig von Sommerhausen nach Randersacker fährt, wird in Eibelstadt ein verbautes Maintal links der Autobahnbrücke sehen. Im Anschluss zeigt sich ein weiteres verbautes Maintal rechts der Brücke. Das mit den Bauplanungen verbundene wirtschaftliche Risiko steht aus unserer Sicht in keinem Verhältnis zu diesem Eingriff in das Ortsbild Randersackers. Auch deshalb haben unsere Kolleg:innen im Marktgemeinderat sechs Jahre lang nach Kompromissen gesucht. Wir haben als GRÜNE
alternative Vorschläge gemacht:
- eine Zusammenarbeit mit Eibelstadt für ein Gewerbegebiet, das sich auf Randersackerer
Grund an das bestehende dort anschließt - ein deutlich kleineres Gewerbegebiet entlang der Straße nach Lindelbach
- ein Bürger:innensolarpark entlang der Autobahnauffahrt;
- die Reduzierung von Flächen im geplanten Gewerbegebiet, um Ausgleichsflächen für die
Schlingnatter zu schaffen. Damit wäre der Lückenschluss beim Radweg Randersacker-
Lindelbach entlang der Straße möglich geworden.
Wir danken allen Kolleg:innen im Marktgemeinderat, die unsere Ideen an der einen oder anderen Stelle unterstützt haben. Leider fand aber keiner unserer Vorschläge Mehrheiten im Gemeinderat.
Ganz anders unser Eindruck aus zahlreichen Gesprächen im Ort: Wir haben für so manchen Vorschlag
hier viele positive Stimmen erhalten. Und wir glauben, dass viele Menschen in unserer Gemeinde sehr erschrocken vom Ausmaß dieser Entscheidung sein werden.
Wie der 08.03. zur Abstimmung über das Maintal werden kann
Vielleicht täuschen wir uns, aber wir glauben nicht, dass nur wir GRÜNEN vor diesen Plänen zurückschrecken. Mit dem gebilligten Bebauungsplan ist die Zeit gekommen, diese weitreichenden Pläne kritisch zu überprüfen. Die Gemeinde sollte in dieser entscheidenden Phase ihre Bürger:innen befragen.
Als GRÜNE Randersacker-Lindelbach haben wir große Zweifel, dass das geplante Gewerbegebiet tatsächlich von einer Mehrheit der Bürger:innen in dieser Form gewollt ist. Die Kommunalwahl am 08.03. kann nun zur Abstimmung über das Maintal werden. Dazu kann man direkt beitragen, indem man GRÜN wählt.
Aber es gibt auch ohne eine solche Wahlentscheidung die Möglichkeit, eine breite Abstimmung über das Gewerbegebiet herbeizuführen. Nach den Kommunalwahlen ergreifen wir im Marktgemeinderat unmittelbar die Initiative für ein Ratsbegehren. Eine 2/3-Mehrheit der Mitglieder im Marktgemeinderat kann dazu beitragen, dass die Menschen in Randersacker und Lindelbach über die aktuellen Pläne mitentscheiden. Sprechen Sie mit den Mitbewerber:innen Ihres Vertrauens, wenn Sie unsere Zweifel teilen.
Wenn Sie uns dennoch wählen möchten, vielleicht weil sie beim Eingriff ins Maintal ähnliche Bauchschmerzen verspüren oder weil Sie unsere Idee einer Bürger:innenbeteiligung richtig finden, dann tun Sie das gerne, vielleicht auch nur dieses eine Mal!
Wir freuen uns sehr über Ihre Unterstützung!
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